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Bildunterschrift: Proben der Szene an der Basilika für Vade et Vide unter Anleitung des Initiators und Ideengebers Joachim Rühl (links im grünen Shirt). Foto: M. Eiles


Bildunterschrift: Die Schauspieler der Löffelszene für den Rathausinnenhof mit großem Dreispitz und gigantischem Geleitslöffel im Vordergrund. Foto: W. Klein

 

Mehr Informationen zu den Geleitswochen in Seligenstadt unter www.heimatbund-seligenstadt.de/ und auf facebook. Das Plakat, der Flyer und das Zugprogramm, auch als TXT.


Das Logo der Geleitswochen zum Download. © Heimatbund/mei  

 

Vorbericht zur Veranstaltung „Vade et Vide“ am 26. und 27. Juli in Seligenstadt.

Seligenstadt (mei) – Vade et Vide – gehen und sehen – heißt es wieder am Freitag und Samstag, 26. und 27. Juli, ab 20 Uhr in Seligenstadt. An verschiedenen Stellen in der Altstadt werden den spazierenden Besuchern historische Szenen dargeboten, die Heiteres und Wissenswertes aus 1200 Jahren Seligenstädter Geschichte beleuchten. Nach dem großen Erfolg vor vier Jahren warten die Amateur-Schauspieler unter Anleitung des Initiators und Ideengebers Joachim Rühl mit vier neuen Inszenierungen bei dieser Veranstaltung des Heimatbundes auf. Die kurzen Theaterstücke werden an beiden Abenden mehrfach gezeigt und sind so angelegt, dass die Zuschauer in den Pausen die Spielorte am Freihof, am Einhardhaus, im Rathausinnenhof und an der Basilika nacheinander aufsuchen und alle Szenen erleben können. Vade et Vide – gehen und sehen eben.

Im Rathausinnenhof soll, im Stil der „Commedia dell’Arte“, der Gebrauch des Löffels unter die Lupe genommen werden, um den Ursprung des Hänselbrauchs zu ergründen. Am Tor zum Klosterhof am Freihofsplatz ergründen zwei Mönche den wahren Kern der Sage von „Einhard und Emma“, und lösen dabei ein kleines Puppenspiel aus. Am Einhardhaus kehren Kaufleute ein und berichten über ihre beschwerliche Reise. Der gastfreundliche Wirt schenkt ihnen „reinen“ Wein ein. Natürlich wird dann auch getanzt und viel gelacht. Vor der Basilika werden die Besucher in die Zeit Karls des Großen entführt – mit den Gelehrten der Hofschulen, darunter auch ein gewisser Einhard – und die Entstehungsgeschichte der Stadt wird angerissen.

Die Zuschauer können sich also auf ein unterhaltsames Spektakel freuen. „So wird Geschichte lebendig“, schwärmt Willi Eiles, Brauchtumspfleger des veranstaltenden Heimatbundes, „Vade et Vide ist eine echte Bereicherung unserer Geleitswochen“. In der Tat – neben den zahlreichen Darstellern in historischen Kostümen sind an diesen Abenden noch Puppenspieler und zwei Tanzgruppen auf den Beinen. Insgesamt wirken mehr als 60 Akteure mit. Dazu sind noch viele Helfer hinter den Kulissen im Einsatz. Die aufgeführten historischen Begebenheiten entsprechen dem aktuellen Wissenstand, recherchiert und auf unterhaltsame Weise in Szene gesetzt von Joachim Rühl. Die Texte wurden von Bürgern der Stadt gesprochen und im Vorfeld eingespielt. Die technische Umsetzung der Tonaufnahmen lag dabei in den bewährten Händen von Michael Zahn.

Wie wird es wohl werden am 26. und 27. Juli ab 20 Uhr in Seligenstadt? Die Schauspielertruppe um Regisseur Joachim Rühl freut sich jedenfalls, trotz reichlich Lampenfiebers, auf das Wohlwollen und den Applaus des Publikums – gerne auch auf einen freiwilligen Obolus, um den die Akteure nach den Aufführungen für die entstandenen Unkosten bitten. Die Betriebszeiten der Mainfähre werden am Samstag bis 23 Uhr verlängert.

Mehr Informationen zu den Geleitswochen in Seligenstadt unter www.heimatbund-seligenstadt.de/ und auf facebook.

 


Bildunterschriften von links nach rechts:

1. In der Szene im Rathausinnenhof wird, im Stil der „Commedia dell’Arte“, der Gebrauch des Löffels unter die Lupe genommen werden, um den Ursprung des Hänselbrauchs zu ergründen. Dabei ist sogar ein detaillierter Blick auf Schnitzereien des hölzernen „Ungetüms“ möglich, das die neuen Kaufleute aus Nürnberg und Augsburg zur Aufnahme in die Gilde angelegt bekamen. Foto: Horst Müller

2. In der Darstellung am Einhardhaus kehren Kaufleute ein und berichten über ihre beschwerliche Reise. Der gastfreundliche Wirt schenkt ihnen „reinen“ Wein ein und erklärt ihnen den Merianstich, der in seiner Gaststube hängt. Natürlich wird, nach dem Genuss des Weines, auch getanzt und viel gelacht. Foto: Horst Müller

3. Im Spiel am Tor zum Klosterhof am Freihofsplatz ergründen zwei Mönche den wahren Kern der Sage von „Einhard und Emma“, und finden dabei eine Handpuppe in Gestalt des Klostergründers, die zum Entsetzen der beiden Patres zum Leben erwacht, was den Platz sofort mit einem kleinen Puppenspiel den Platz belebt. Darin verliebt sich Einhard in Emma und vergisst darüber aufzuschreiben, was ihm der Kaiser diktiert hat. Foto: Horst Müller

4. Vor der Basilika werden die Besucher in die Zeit Karls des Großen entführt – mit den Gelehrten der Hofschulen, darunter auch ein gewisser Einhard. Mit der Fanfare wird die Proklamation der Vermählung von Einhard und Emma eingeleitet. Die Besucher der Szene vor den Stufen der Basilika finden sich dabei genau an der Stätte wieder, die der historische Biograf Einhard, von Karls Sohn und späteren Kaiser Ludwig dem Frommen, zur Vermählung geschenkt bekam. Foto: Horst Müller

 

Übersicht über die Szenen, Spielstätten und -zeiten. Die Szenen werden zweimal pro Abend aufgeführt.

Freitag, 26.7.:

Szene Schenkung – an der Basilika – 20 Uhr und 21.25 Uhr

Szene Sage – auf dem Freihof – 20.35 Uhr und 22 Uhr

Szene Gasthaus – vor dem Einhardhaus – 20.10 Uhr und 22 Uhr

Szene Löffel – im Rathausinnenhof – 20.35 Uhr und 21.25 Uhr

Samstag, 27.7.:

Szene Schenkung – an der Basilika – 20.35 Uhr und 22 Uhr

Szene Sage – auf dem Freihof – 20 Uhr und 21.25 Uhr

Szene Gasthaus – vor dem Einhardhaus – 20.10 Uhr und 22 Uhr

Szene Löffel – im Rathausinnenhof – 20.35 Uhr und 21.25 Uhr  

 

Was wird gespielt? Die einzelnen Theaterstücke hier noch mal näher beleuchtet:

Im Rathausinnenhof soll, im Stil der „Commedia dell’Arte“, der Gebrauch des Löffels unter die Lupe genommen werden, um den Ursprung des Hänselbrauchs zu ergründen. Dabei ist sogar ein detaillierter Blick auf Schnitzereien des hölzernen „Ungetüms“ möglich, das die neuen Kaufleute aus Nürnberg und Augsburg zur Aufnahme in die Gilde angelegt bekamen. Die historischen Löffelbücher dienen an den verschiedenen Spielorten mit Zitaten gereimter Sinnsprüche zur Unterhaltung der Besucher.

Am Tor zum Klosterhof am Freihofsplatz ergründen zwei Mönche den wahren Kern der Sage von „Einhard und Emma“, und finden dabei eine Handpuppe in Gestalt des Klostergründers, die zum Entsetzen der beiden Patres zum Leben erwacht und mit einem kleinen Puppenspiel den Platz belebt. Darin verliebt sich Einhard in Emma und vergisst darüber aufzuschreiben, was ihm der Kaiser diktiert hat. Die „gottlosen Sachsen“ mussten es prompt ausbaden.

Am Einhardhaus kehren Kaufleute ein und berichten über ihre beschwerliche Reise. Der gastfreundliche Wirt schenkt ihnen „reinen“ Wein ein und erklärt ihnen den Merianstich, der in seiner Gaststube hängt. Natürlich wird, nach dem Genuss des Weines, auch getanzt und viel gelacht.

Vor der Basilika werden die Besucher in die Zeit Karls des Großen entführt – mit den Gelehrten der Hofschulen, darunter auch ein gewisser Einhard. Mit der Fanfare wird die Proklamation der Vermählung von Einhard und Emma eingeleitet. Dabei werden die Orte Ober- und Untermulinheim erstmals erwähnt. Die Sprecherin (Gerda Heberer) erklärt, dass sich zwischen den beiden Siedlungen die Reste des ursprünglichen Römerkastells befanden. Nithard, ein Enkel Kaiser Karls des Großen, unehelich von seiner Mutter geboren, der Vater ein Schreiber am Hof, tritt auf und schreibt, am Pult stehend, eine Huldigung über seinen Großvater Karl. Diese Situation könnte der Ursprung der Einhardsage gewesen sein. Die Besucher der Szene vor den Stufen der Basilika finden sich dabei genau an der Stätte wieder, die der historische Biograf Einhard, von Karls Sohn und späteren Kaiser Ludwig dem Frommen, zur Vermählung geschenkt bekam. Die Figur Kaiser Karl des Großen wird in bewährter Weise von Johannes Wombacher gesprochen.

 

Seligenstadt – Das Programm bis zum Ende der Geleitswochen in Seligenstadt auf einen Blick zusammengefasst – Stand 17. Juli 2019 – korrigierte Fassung:

  • Freitag und Samstag, 26. und 27. Juli: „Vade et Vide“ – historische Szenen an verschiedenen Orten in der Stadt: Basilika, Freihof, Rathausinnenhof, Marktplatz ab 20 Uhr.
  • Sonntag, 28. Juli: Fischerstechen der „letzde Helde“ am Mainufer, ab 12.30 Uhr, Wettkampf ab 13 Uhr.
  • Freitag, 2. August: Festliche Stunden im Konvent – stimmungsvoll und beeindruckend – mit jeder Menge Musik und Geschichten, mit Ensembles und Orchester der Stadtkapelle, mit den Jagdhornbläsern und mit Rokokotanz im festlich beleuchteten Klostergarten ab 19 Uhr.
  • 7. bis 12. August: Fotoausstellung der Fotofreunde Seligenstadt, Riesensaal.
  • Samstag und Sonntag, 10. und 11. August: „Unsere Stadt feiert“ – Bewirtung in den Gassen, Höfen und auf den Plätzen der Altstadt.
  • Samstag, 10. August: Die Aussendung des Geleits. Ein Theaterspiel mit historischem Hintergrund zum Geleit um 18 Uhr auf dem Marktplatz.
  • Sonntag, 11. August: Festliches Amt in der Basilika, 10 Uhr.
  • Sonntag, 11. August: Historischer Geleitszug mit anschließendem Löffeltrunk – Start um 13.30 Uhr mit dem Zug der Zünfte und Bürger der Stadt zur Abholung des Geleits am Obertor. Um 14 Uhr dann der historische Geleitszug vom Obertor durch die Stadt. Direkt im Anschluss der Löffeltrunk gegen 16 Uhr.
  • Montag, 12. August: „Main in Flammen“, krönender Abschluss des Geleitsfests am Mainufer, mit den Rodgau Monotones, brillantem Feuerwerk und großem Zapfenstreich, ab 18.30 Uhr.

Mehr Informationen zu den Geleitswochen in Seligenstadt unter www.heimatbund-seligenstadt.de. Dazu hier Plakat, Flyer und Zugprogramm, auch als TXT.


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